Die IG-BCE-Forderungsempfehlung zur Tarifrunde Chemie 2019

Die IG-BCE-Forderungsempfehlung zur Tarifrunde Chemie 2019

Ein Maßnahmenpaket für eine gute Zukunft

Die Uhr im Hintergrund zeigt fünf vor Zwölf. Ein eindeutiges Signal: Es wird Zeit! Wofür, das verrät der stellvertretende IG-BCE-Vorsitzende und Tarifvorstand Ralf Sikorski beim Live-Event in Hannover, mit dem die IG BCE auch in diesem Jahr das erste Ausrufezeichen für die von September an bevorstehende Chemie-Tarifrunde setzt.

Im Studio sitzen sie dicht gedrängt, andere verfolgen an den Computern oder per Smartphone die Live-Übertragung des Events. Diesmal hat die IG BCE ein besonders innovatives Paket geschnürt. Ein Forderungspaket, das wesentliche Zukunftshemen der Arbeitswelt adressiert und mit tragfähigen Lösungsvorschlägen versieht: „Wir gehen in dieser Tarifrunde die großen Herausforderungen moderner Industriegesellschaften an: Arbeitsbelastung, Digitalisierung, Demografie“, verspricht Ralf Sikorski. Es sind Themen, die vielen Beschäftigten in der chemisch-pharmazeutischen Industrie auf den Nägeln brennen. Denn der mit Arbeitsverdichtung und neuen Herausforderungen einhergehende technologische und demografische Wandel haben über Jahre dazu geführt, dass die Belastung für das Gros der Beschäftigten stetig gestiegen ist, mitunter bis zum Anschlag.

weiter geht es hier bei der IG BCE: https://www.igbce.de/massnahmenpaket-fuer-eine-gute-zukunft/183938?back=&highlightTerms=

Quelle: IG BCE, Bildquelle IG BCE

Im Einzelnen sieht die Forderungsempfehlung vor:

  • Die Schaffung eines tariflich abgesicherten, persönlichen Zukunftskontos in Höhe von jährlich 1000 Euro, über das jeder Beschäftigte individuell verfügen kann: ob zur Umwandlung in zusätzliche freie Tage oder zum Ansparen auf einem Langzeitkonto – etwa, um in bestimmten Lebensphasen eine längere Auszeit nehmen zu können. Denkbar ist auch die Nutzung des Betrags zur Altersvorsorge oder die direkte Auszahlung. Der Betrag ist tarifdynamisch zu gestalten. Wir wollen die Option „Geld in Zeit“ mit einer maximalen Entscheidungsfreiheit für den Einzelnen verbinden.
  • Eine reale Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen. Die Beschäftigten verdienen ein spürbares Plus. Denn Auslastung, Beschäftigungs- und Auftragslage liegen trotz konjunktureller Eintrübung weiterhin auf hohem Niveau.
  • Die Einführung der bundesweit ersten tariflichen Pflegezusatzversicherung, die bei Eintritt des Pflegefalls die Finanzierungslücke zur gesetzlichen Vorsorge schließt. In einer älter werdenden Gesellschaft steigt von Jahr zu Jahr das Pflegerisiko – und die Ungewissheit, ob man sich die Unterstützung im Fall der Fälle überhaupt leisten kann. Diese tarifpolitische Innovation soll unser Sicherheitsversprechen an die Beschäftigten sein. Für die Branche bietet sie gleichzeitig ein Alleinstellungsmerkmal, ein Plus an Attraktivität im Werben um Fachkräfte.
  • Eine Qualifizierungsoffensive zur Begleitung des digitalen Wandels. Dabei sollen Betriebsräten und Vertrauensleuten besondere Kompetenzen zukommen, damit passgenaue, praxisgerechte Weiterbildungskonzepte entwickelt werden können. Denn sie kennen die Arbeitssituation der Kollegen, ihre Anforderungen und Wünsche am besten.

Die Laufzeit ist abhängig vom Gesamtpaket.

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